Detail

Die Performance beträgt Ende Juli 2020 -2,2 Prozent, was einen Deckungsgrad von 101 Prozent ergibt. Künftig kann die PKS bis zu fünf Prozent des Gesamtvermögens in «Kollektivanlagen Hypotheken» investieren. Die Senkung des technischen Zinssatzes hat zur Folge, dass ab 2021 andere Projektionszinssätze im Versicherungsausweis verwendet werden.

Finanzielle Lage

Im Zentrum der Sitzung vom 3. September des Stiftungsrates steht wiederum die Entwicklung der finanziellen Lage der Pensionskasse SRG SSR (PKS). Seit dem Tiefpunkt Mitte März 2020 haben sich die wichtigsten Börsenplätze wieder einigermassen erholt, wodurch sich die erlittenen Kursverluste der PKS im Rahmen halten:

Aktien Schweiz: -3,9 Prozent
Aktien Global: -7,8 Prozent
Aktien Schwellenländer: -3,4 Prozent
(Stand: 31. Juli 2020)

Die internationalen Zinsen für Obligationen bleiben während des Sommers unverändert. Die PKS erzielt mit Obligationen in Fremdwährungen, aufgrund der Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) im Frühling 2020, weiterhin eine solide Rendite (+1,3 Prozent). Die langfristigen Zinsen auf dem Schweizer Markt sind etwas gesunken, was sich in leichten Kursgewinnen widerspiegelt (+0,4 Prozent). Die Nullzinspolitik der US-Nationalbank und der Schweizer Nationalbank führt kurzfristig zu Gewinnen in den Geschäftsbüchern. Langfristig betrachtet ist diese Politik für Pensionskassen besorgniserregend, weil neu herausgegebene Obligationen – als Folge dieser Politik – keine Renditen mehr abwerfen.

Ende Juli 2020 beträgt die Gesamtperformance der PKS -2,2 Prozent, was einen geschätzten Deckungsgrad von 101 Prozent ergibt. Sowohl der Stiftungsrat als auch die Anlagekommission verfolgen die Entwicklung weiterhin mit besonderer Aufmerksamkeit und beschliessen mit entsprechender Vorsicht. Die langfristigen Folgen der Pandemie auf das wirtschaftliche Umfeld sind noch nicht abschätzbar, und die Konjunkturaussichten bleiben verhalten.

Anlagereglement mit neuer Untersparte «Kollektivanlagen Hypotheken»

Nach gut geheissenem Antrag der Anlagekommission kann die PKS künftig innerhalb der bestehenden Sparte «Obligationen Schweiz» bis zu fünf Prozent des Gesamtvermögens in sogenannte «Kollektivanlagen Hypotheken» investieren. Bei diesem Anlagevehikel werden Anteile einer Anlagestiftung erworben, die breit diversifizierte Hypotheken vergibt. Verglichen mit dem klassischen Obligationenmarkt werfen Hypothekenforderungen eine leicht höhere Verzinsung ab. Das angepasste Anlagereglement ist seit 1. September 2020 gültig und in der Web-Rubrik «Dokumente» abrufbar.

Angepasste Projektionszinssätze auf dem Versicherungsausweis

Im Dezember 2019 beschloss der Stiftungsrat die Herabsetzung des technischen Zinssatzes von 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent per 31. Dezember 2020. Als Konsequenz wird der Projektionszinssatz, der für die Schätzung der künftigen Altersleistungen verwendet wird, ebenfalls gesenkt. Ab 1. Januar 2021 werden die voraussichtlichen Altersleistungen einmal mit einem Prozent und einmal mit 1,75 Prozent hochgerechnet und so im Versicherungsausweis ausgewiesen. Zur Erinnerung: Der Stiftungsrat legt jedes Jahr in der Dezembersitzung den Zinssatz für das ablaufende Jahr fest. Langfristig strebt er eine Verzinsung der Altersguthaben in der Höhe des technischen Zinssatzes an. Ob dieser Wert im Durchschnitt tatsächlich gutgeschrieben werden kann, hängt von den Anlageergebnissen und von der finanziellen Lage der PKS ab.

Freiwilliger Sparbeitrag durch Arbeitnehmende

Aktivversicherte, die freiwillig zwei Prozent ab 2021 in ihre berufliche Vorsorge investieren möchten, können sich dafür bis 30. November 2020 im SAP-Portal der SRG SSR anmelden. Wer künftig auf den Sparbeitrag verzichten möchte, muss sich davon bis 30. November 2020 übers SAP-Portal abmelden. Versicherte ohne SAP-Zugang können ihren Entscheid der Geschäftsstelle der PKS melden; das entsprechende Formular ist in der Web-Rubrik «Dokumente» abrufbar.