FAQ

Versicherte

Wohneigentumsförderung

Die Gebühr fällt gemäss Artikel 52 im Vorsorgereglement im Falle einer Vorprüfung eines Vorbezuges an. Die allgemeinen Verwaltungskosten werden nicht mit Beiträgen der Arbeitnehmenden finanziert, sondern durch die Arbeitgeberin (90 Prozent) und durch die Pensionskasse selber (10 Prozent). Gemäss dem Verursacherprinzip wird eine Kostenbeteiligung dem Versicherten in Rechnung gestellt, der ein Wohneigentum tätigen will.

Ein solcher Vorbezug ist ein freiwilliger Entscheid zu Gunsten eines Individuums. Es wäre daher unfair, müsste die ganze Versichertengemeinschaft solche Kosten mittragen. Die Bearbeitungsgebühr von 400 Franken ist marktüblich und deckt den verursachten Aufwand nicht vollständig.

Der Aufwand ist zwar ein wenig tiefer als bei einem Vorbezug, doch die verlangte Kostenbeteiligung vermag ihn auch nicht ganz zu decken. Der Einfachheit halber wird für beide Vorkehrungen den gleichen Betrag in Rechnung gestellt.

Vom Gesetz her hat die Pensionskasse für die Auszahlung sechs Monate Zeit. Sobald sämtliche notwendigen Unterlagen vorliegen, zahlt die Kasse den Vorbezug in der Regel zwei bis drei Wochen nach dem Antrag aus. In diesem Zusammenhang sind die Auszahlungstermine der PKS zu beachten.

Falls im Todesfall keine Hinterlassenenleistungen fällig werden, sind die Erben verpflichtet, den ganzen WEF-Vorbezug zurückzuzahlen. Es ist so ausdrücklich im BVG (Art. 30d, Abs. 1 lit. c) und im Vorsorgereglement (Art. 52, Abs. 8) geregelt. Vorbehalten ist nur eine (ganze) Ausschlagung der Erbschaft.

Zusatzkonto

  • deren regelmässiges Einkommen den oberen Grenzbetrag der 6,375-fachen maximalen AHV-Rente
    (Beitragsprimat Plan A, Stand 2017: 179 775 Franken) beziehungsweise der 6,5-fachen maximalen AHV-Rente (Leistungsprimat, Stand 2017: 183 300 Franken) übersteigt und/oder
  • versicherungspflichtige variable Lohnbestandteile ausgerichtet werden.

Siehe auch in der Rubrik Vorsorgepläne und beim Begriff Zusatzkonto im Glossar.

Nein, das Zusatzkonto kann nicht als Einkauf im Kernplan verbucht werden.

Die Barauszahlung des Zusatzkontos ist im Falle eines Vorbezugs für Wohneigentum sowie bei der Pensionierung möglich.

Begünstigung

Nein, begünstigt werden können nur Ehepartner, Lebenspartner, Kinder sowie Personen, die vom verstorbenen Mitglied zum Zeitpunkt des Todes in erheblichem Masse unterstützt wurden.

Im Falle des Ehepartners und der Kinder ist keine schriftliche Bezeichnung notwendig. Beim Lebenspartner und bei der unterstützten Person ist eine schriftliche Bezeichnung mit dem entsprechenden Formular der Pensionskasse erforderlich.

Die Bezeichnung muss zur Lebenszeit und vor dem Erreichen des 65. Lebensjahr eingereicht werden.

Einmaleinlagen

Die berufliche Vorsorge ist Teil der Sozialversicherungen und keine private Versicherung. Freiwillige Einmaleinlage erhöhen das Altersguthaben und die damit verbundenen Altersleistungen (Altersrente und anwartschaftliche Ehegattenrente).

Im Todesfall werden die reglementarischen Leistungen und nicht das vorhandene Alterskapital ausgerichtet.

Versicherungsmöglichkeiten

Nein, die Pensionskasse versichert ausschliesslich die Einkünfte, die sich aus einem Arbeitsverhältnis mit der SRG beziehungsweise mit einer angeschlossenen Organisation ergeben und gemäss dem Vorsorgereglement beitragspflichtig sind.

Besteuerung

Bezüger von Renten- und Kapitalleistungen aus beruflicher und gebundener Vorsorge mit steuerrechtlichem Wohnsitz oder Aufenthalt im Ausland unterliegen dem Steuerabzug an der Quelle – vorbehält-lich eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) mit dem entsprechenden Land.


Merkblatt zur Quellenbesteuerung von Vorsorgeleistungen


Auswanderung Schweiz: Ruhestand im Ausland (Steuern)

Liegt ein DBA vor, so werden Renten immer dann von der Quellensteuer befreit, wenn die Besteue-rungsbefugnis dem Wohnsitzstaat zufällt. Bei Kapitalleistungen hingegen wird immer eine Quellen-steuer erhoben, welche, je nach DBA, zurückgefordert werden kann. Die aktuellen Tabellen dafür sind bei jedem kantonalen Steueramt verfügbar.

Hat die Schweiz mit dem Wohnsitzstaat kein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen, so werden Renten immer an der Quelle besteuert. Diese kann, wie auch bei Kapitalleistungen an einen Empfänger mit Wohnsitz in einem Staat ohne DBA mit der Schweiz, nicht zurückgefordert werden.

Rentenbezüger

Die Zustimmung des Ehegatten ist bei jeglicher Kapitalauszahlung erforderlich. Die Pensionskasse verlangt eine schriftliche Zustimmungserklärung mit notariell beglaubigter Unterschrift des Ehegatten.

Da die notariell beglaubigte Unterschrift mit Unkosten verbunden ist, besteht auch hier die Möglichkeit, den Antrag vor dem örtlichen HR-Berater zusammen mit dem Ehegatten zu unterschreiben.

Mit dem Hinschied des Altersrentners oder der Altersrentnerin entfällt der Rentenanspruch per Todestag. Die Altersrente wird für den laufenden Monat noch voll ausgerichtet. Sollte der Rentner oder die Rentnerin verheiratet sein oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben, wird eine Ehegattenrente in der Höhe von 66,7 Prozent der entgangenen Altersrente ausgerichtet.

Falls der Rentner oder die Rentnerin einen Lebenspartner (Konkubinat) hinterlässt, hat die hinterlassene Person Anspruch auf eine Lebenspartnerrente in der Höhe von 66,7 Prozent der entgangenen Altersrente. Voraussetzung dafür ist, dass

  • die Lebensgemeinschaft vor dem 65. Geburtstag des Altersrentners angefangen, 
  • mindestens 5 Jahre gedauert und 
  • der Altersrentner diese Person vor seinem 65. Geburtstag schriftlich bezeichnet hat.

Zudem werden laufende Alters-Kinderrenten in Waisenrenten gleicher Höhe umgewandelt. Neben der Ehegatten- beziehungsweise Lebenspartnerrente werden keine weiteren Leistungen ausgerichtet.

In einem Sanierungsfall sieht das Gesetz vor, dass Pensionskassen – zur Behebung der Unterdeckung – einen Beitrag bei den Rentenbezügern erheben dürfen. Allerdings darf dieser Beitrag nur auf freiwillig gewährten Leistungsverbesserungen der letzten zehn Jahren erhoben werden. 

Da die Pensionskasse solche freiwilligen Leistungsverbesserungen bis jetzt nie gewährt hat, entgeht diese Möglichkeit ganz. Mit anderen Worten: Unter der heutigen Gesetzgebung können die Renten der PKS nicht gesenkt werden – auch nicht im Sanierungsfall.